Urban-
Gardening ...

An dieser Stelle möchten wir euch ein erstes neues Projekt vorstellen, das wir im Frühjahr 2023 im Herzen von Köln Sülz dauerhaft etablieren werden.

"Urban Gardening" – von Nachbar*innen, für Nachbar*innen

Viele Interessent*innen meldeten ihr Interesse bei uns an, mitwirken zu wollen. Es waren in der Tat so viele, dass wir uns gegen eine ursprünglich angedachte Präsentation in unseren Vereinsräumen entscheiden mussten, da dies sonst den Rahmen des Möglichen vom Zeit- und Platzbedarf der Präsentation gesprengt hätte.

Somit stellen wir euch das Projekt in groben Zügen hier grundsätzlich online vor.

Wo entsteht das Projekt?

Nach vielen Gesprächen und Objektbegehungen mit der Verwaltung der Stadt Köln, dem Grünflächenamt der Stadt Köln sowie der Denkmalschutzbehörde der Stadt Köln,wurde uns als gemeinnütziger Verein Schmitzundkunzt e.V. genehmigt, die dreieckig anmutende Grünfläche am Sülzgürtel / Ecke Mommsenstraße für euch – unsere Nachbarschaft – als Urban Gardening Projekt umzusetzen.

Hier bedanken wir uns heute insbesondere auch bei den Bürgermeisterinnen des Stadtbezirks 3 für deren Vertrauen und Fürsprache, ein solches Projekt in Köln Sülz umsetzen zu können/dürfen.

   

Was ist Urban Gardening?

Urbaner Gartenbau, auch Urban Gardening, ist die meist kleinräumige, gärtnerische Nutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten oder in deren direktem Umfeld (Quelle: Wikipedia).

Die örtliche Gegebenheit des umzusetzenden Objektes lässt es aufgrund vieler Faktoren nicht zu, den Boden ganzflächig direkt mit Nutzpflanzen zu bestücken.

Daher haben wir uns für eine urbane Nutzung in Form von Hochbeeten entschieden, die es zu bepflanzen und zu nutzen gilt. Durch diese Bepflanzungs- und Nutzungsart ist ebenso jederzeit ein Rückbau des Projektes möglich.

Schon seit einiger Zeit plant und organisiert die neben der Grünfläche ansässige Theodor-Heuss-Realschule (THR) dort einen Schulgarten.

Hier möchten wir anmerken, dass wir mit der Schule kooperieren und auch langfristig konkret zusammenarbeiten werden! Somit entsteht durch unsere Strukturierung und unser Agieren keinerlei Nachteil für die Schule und die Nutzung ihrer Schulgartenfläche sondern eher ein Vorteil, da wir mit der Gartengruppenleitung der Schule eine Symbiose anstreben.

Zahlen und Fakten

Das Grundstück bietet uns insgesamt ca. 1.500 qm Fläche, welche wir mit in Abstand aufgestellten Hochbeeten bestücken werden. Hinzu kommt die Fläche, die durch die Realschule genutzt und gepflegt wird.

Die Hochbeete werden von uns konzipiert und alle notwendigen Materialien für den Bau werden besorgt.

Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt durch den gemeinnützig anerkannten Verein Schmitzundkunzt e.V., der hierfür einige Fördergelder und Spenden erhalten hat, um das Projekt umsetzen zu können.

Der Bau und Aufbau der Hochbeete erfolgt mit fachlich versierter Anleitung und unter ebenso fachlich versierter Aufsicht in Gemeinschaftsarbeit aller Personen, die bei dem Projekt künftig mitwirken und die Hochbeete nutzen werden.

Wie kann man sich dies alles vorstellen?

Bitte bedenkt, dass wir in der Stadt leben und dieses Urban Gardening Projekt natürlich auch in das Stadtbild passen soll. Sei es optisch wie auch vom Handling her. Hinzu kommt, dass sich innerhalb des Gesamtobjektes ein denkmalgeschützter Bereich befindet, den es weiterhin zu schonen und schützen gilt.

Daher ist eine direkte Bepflanzung der Bodenfläche mit Obst- und Gemüsepflanzen nicht angedacht. Personen, die das Urban Gardening Projekt als Bewirtschaftungsfläche nutzen wollen, um einen meistmöglichen Ertrag an Obst und Gemüse ernten zu können, werden hier aufgrund der Hochbeetestruktur eher nicht befriedigt sein.

Das Projekt ist grundsätzlich als soziale Komponente zu sehen, um Nachbarschaften zu bilden, zu ergänzen, zu pflegen. Beim Gärtnern mit Nachbar*innen einen Plausch halten, sich über alltägliche Dinge und Probleme, wie auch über gesellschaftliche Themen bis hin zu Gartenfragen auszutauschen – dies ist der hauptsächliche Grundgedanke des Urban Gardening Projektes an dieser Stelle in unserem Veedel.

Ein Treffpunkt für Jung und Alt ...

Kinder können sehen, wie ein Gemüse bei Pflege wächst und wie ein Obst aussieht, wenn es gerade keimt. Existenzielles Grundwissen für die Kleinsten unserer Gesellschaft kann somit forciert und vermittelt werden.

Was ist geplant?

Grundsätzlich wird das Objekt dahingehend erschlossen, um dort Obst und Gemüse anzubauen. Eine zusätzliche insektenfreundliche und in Gemeinschaft angelegte „Rundumbepflanzung“ von Blühpflanzen wird das Projekt für die Natur und die Gesamtoptik „abrunden“.

Im Moment ist der Bau und Aufbau von ca. 60 Hochbeeten zu je 200 cm x 100 cm (also je 2 qm) in ca. 70 cm Höhe angedacht, wovon immer 2 Hochbeete zu einem quadratischen Quader zusammengestellt werden. Es ergeben sich somit 30 Flächen zu je 200 cm x 200 cm (also je 4 qm).

Zusätzlich zu den Hochbeeten sind optionale Kübel angedacht, in welchen Obstbäume und -sträucher gepflanzt werden können, soweit es keine "Flachwurzler" sind.

  

   

Wer macht wie, wo, wann, was?

Die Hochbeete werden gemeinsam von uns mit euch (auf)gebaut und fachmännisch geplant. Hier werden vom Wühlmausgitter bis hin zu den einzelnen verschiedenen Holz- und Erdschichteinlagen im Beet alle Richtlinien beachtet, die ein gut funktionierendes Hochbeet erfordert.

In Kooperation mit der THR werden wir versuchen, langfristig ein großvolumiges Lastenfahrrad am Ort straßenseitig zu platzieren, in welchem wir technische Gartengeräte einlagern, die von allen Mitwirkenden gemeinsam entnommen genutzt werden können.

Die Bewässerung des Objektes ist ebenfalls durch verschiedene Systeme der Wasserzufuhr geregelt, da wir gemeinsam auch kontinuierlich den dortigen Baumbestand mit gießen müssen.

Wir versuchen ebenso, am Platz eine mobile Toilettenkabine aufstellen zu lassen. Mit Wach- und Schließdiensten sind wir in Verhandlung, das Objekt während der nächtlichen Zeiten ab und an einmal mit in die Beobachtung einzubeziehen.

Nähere und weiterführende Angaben hierzu folgen, wenn alle Gespräche mit Zulieferanten und Behörden dahingehend abgeschlossen sind.

Welche Voraussetzungen werden von dir verlangt?

Unser Projekt ist, wie alles, was der Schmitzundkunzt e.V. umsetzt, ein Gemeinschaftsprojekt.

Du solltest daher eine gewisse Affinität für „Gemeinschaft“ haben und diese lieben und leben!

Alter, Geschlecht, Herkunft und viele weitere oftmals in der Gesellschaft ausgrenzende Merkmale sind bei uns vollkommen egal!

Jegliche Couleur Mensch ist bei uns willkommen!

Solltest du bei uns mitmachen und noch nicht volljährig sein, muss dich jedoch eine erwachsene Person aus versicherungstechnischen Gründen begleiten.

Unbedingt notwendig ist, dass du als Hochbeet-Partner*in bei uns Vereinsmitglied bist, da du in diesem Fall dann in den Bezug einiger Versicherungen als Ehrenamtler*in gelangst, die für uns und das Projekt existenziell notwendig sind.

Es ist auf jeden Fall notwendig, dass du beim Projekt gewissenhaft mitmachst und die dir kostenlos zur Verfügung gestellte Nutzfläche kontinuierlich und pflegsam bewirtschaftest.

Außerdem wird von dir wie allen anderen Personen, die im Projekt mitmachen, erwartet, dass du die neben den Hochbeeten entstehenden Freiflächen (Wiesen) in der Gemeinschaft mit pflegst und wir alle gemeinsam diese Flächen z.B. auch mähen, da dies nicht mehr die Stadt Köln vollziehen wird aufgrund der Bebauung und des damit verbundenen Aufwandes, um die Beete herum zu mähen etc..

Was kostet dich das Ganze?

Im Prinzip nichts, da wir die gesamten Hochbeete bis hin zur Bestückung der Beete mit Erdschichten und Mutterboden gemeinsam produzieren und die Materialien durch Spenden und Förderungen im Vorfeld finanziert sind.

Dein finanzieller Einsatz besteht prinzipiell ausschließlich daraus, deine Pflanzen, Ableger und Saatgüter für die Aufzucht der essbaren Pflanzen selbst zu organisieren, um sie nach deren Wachstum dann auch selbst ernten zu können.

Welche Fläche kann ich bepflanzen?

Prinzipiell möchten wir erzielen, das je Vereinsmitgliedschaft 1 Hochbeetfläche zu 200 cm x 100 cm bewirtschaftet werden kann. Sollten sich Freundesgruppen und/oder Familien gleichzeitig positiv für das Hochbeet-Projekt entscheiden, werden wir natürlich versuchen, die Hochbeete nebeneinander auszuwählen.

Wann weiß ich, ob ich mitmachen darf/kann?

Wie schon eingangs erwähnt, haben sich sehr viele Nachbar*innen bei uns gemeldet, um beim Projekt mitzumachen.

"Alea iacta est" ... die Würfel sind gefallen!

Die Bewerbungsfrist für dieses Projekt endete am 22.01.2023 und nun haben wir uns final für die Personen entschieden, die beim Projekt mitwirken können. Hier entschied u.a. das Los!

Sollte nachträglich noch ein Platz frei werden, jemand, der/dem wir zusagten, noch kurzfristig "abspringen" oder was auch immer noch eintreten kann, können wir nachträgliche Bewerbungen gerne noch annehmen!

Ebenso wird es voraussichtlich so sein, dass wir in Kürze weitere Flächen für Urban Gardening Projekte zur Verfügung haben.

Für all diese Fälle könnt ihr euch gerne formlos über unser Kontaktformular an uns wenden und euch sozusagen "vormerken" lassen für weitere Urban Gardening Projekte ...


Dieses Projekt wird gefördert von

 

 

Wir danken für die freundliche Unterstützung von